Montag, 16. Juni 2008

Frühling wurd´s in deutschem Land

Zuerst wurde die DKP, dann jedwede sonstige Splitterpartei und sodann auch noch die Linke verboten.

Da haben sich aber die Grünen und die SPD gefreut! Und nicht gemuckt. Ebenso kein Wort von den Gewerkschaften.
Die Kirchen erhoben mit Kraft ihre Stimmen, ließen die Glocken läuten und begrüßten den nun von allen Zeitungen und Nachrichten verkündeten Frieden im Land.

Dann wurden die Grünen verboten. Auch kein Problem, denn deren Stimmen glauben ja die Roten sicher zu bekommen! Wer sonst sollte noch eine wahrhaft staatstragende soziale Partei sein, wenn nicht sie, mit dieser langen Tradition und mit diesen Erfahrungen im zwanzigsten Jahrhundert. Und wer hatte etwas dagegen, auch die Grünen endlich vom Tisch zu haben? Hätten sie doch ihren radikalen linksökologischen Kurs der letzten Jahre seit Fischers Abgang nicht noch weiter forciert! Da half kein Teilen des Bettes mit den konservativen. Fischer durfte sich weiterhin im Getümmel der Bilderberger wohlfühlen.

Und die Kirchen erhoben mit Kraft ihre Stimmen, ließen die Glocken läuten und begrüßten den nun von allen Zeitungen und Nachrichten verkündeten Frieden im Land.

Dann wurden die Gewerkschaften verboten. Auch egal, zumindest für die Roten wars egal, denn die Gewerkschaft hat ja auch nur sinnlos kritisiert in den vergangenen Jahren und immer völlig überhöhte Löhne verlangt, und ständig öffentlich die Zahlen der offiziellen Statistik, was Inflation betrifft, angezweifelt. Sie konnten einfach nicht den Mund halten! Und was die Gewerkschafter können, das kann die SPD schon selbst erledigen. Sie waren ja immer schon die Partei der arbeitenden Massen!

Und die Kirchen erhoben mit Kraft ihre Stimmen, ließen die Glocken läuten und begrüßten den nun von allen Zeitungen und Nachrichten verkündeten Frieden im Land.

Das Volk schwieg noch immer - die einen aus Angst, die anderen aus Berechnung.

Und die wenigen, die nicht geschwiegen haben, wurden schon längst abgehört und nach den neuen verschärften Terrorismusparagraphen abgeurteilt. Der Besitz eines Handy, und nur ein einziges, wurde grundsätzlich verpflichtend gemacht dieses musste auch immer von jedem Bürger in eingeschaltenem Zustand mitgeführt werden.

Und die Kirchen erhoben mit Kraft ihre Stimmen, ließen die Glocken läuten und begrüßten den nun von allen Zeitungen und Nachrichten verkündeten Frieden im Land. Denn sie waren ja von der Handypflicht ausgenommen, zumindest die, welche oben sassen.

Die immer drängenderen Notwendigkeiten im Bereich der vorsorglich/fürsorglich staatlichen Unterbringung konnte nur mehr mit der Privatisierung von Gefängnissen und dem Bau einer großen Zahl neuer Gefängnisse begegnet werden. Tausende neue Arbeitsplätze wurden in Aussicht gestellt.

Die SPD stimmte nicht nur zu, nein, sie betrieb dies auch noch energisch mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mehrheiten, und wenn es auch mit den Rechten war. Hauptsache Arbeitsplätze! Die Konditionen schienen, anlässlich des leeren Staatssäckels, ganz hervorragend zu sein. Eine wirklich langfristige Investition, der Staatsfrieden musste schließlich sichergestellt werden.

Bei der nächsten Wahl stellte sich heraus, dass es zu gewaltigen Stimmenverschiebungen gekommen war, eine Koalition der CDU/CSU mit der FDP ergab keine Mehrheit, mit der SPD wollte plötzlich keiner mehr und der neue Stern am Parteienhimmel schien wahrlich vielversprechend, wenn auch etwas übermässig laut und auch etwas zu uniform in seinem Auftreten zu sein.

Als alle Gefängnisse gebaut waren und die SPD in der Opposition, das letzte Bundesland an die Rechten verloren war, dann wurde auch die SPD verboten.

Und die Kirchen erhoben mit Kraft ihre Stimmen, ließen die Glocken läuten und begrüßten den nun von allen Zeitungen und Nachrichten verkündeten Frieden im Land.

Nun wussten alle von der SPD, zu welchem Zweck sie selbst zigtausende neue Gefängnisplätze gebaut haben. Sie haben sich alle dort wiedergetroffen um sich von der guten Qualität zu überzeugen, leider waren alle Plätze mehrfach belegt, was manchmal den Aufenthalt etwas unangenehm machte.

Und die Kirchen erhoben weiterhin mit Kraft ihre Stimmen und begrüßten den nun endgültig erreichten, von allen Zeitungen und Nachrichten verkündeten Frieden im Land.


Niemöllers Worte und Brechts Kälbermarsch waren inzwischen wieder modern genug um in die Wände geritzt zu werden. Aber das konnten sie sich dann nur gegenseitig vorlesen! Auch so mancher, der früher anderen die Beichte abgenommen hat, durfte das jetzt lesen. Freiheit und Democracy!

Nur wenige aus den Kirchen erhoben noch mit Kraft ihre Stimmen, diese dafür in prachtvollste Kleider gehüllt, dafür aber umso lauter. Unterstützt von allen, die nun die Geschicke des Landes lenkten. Die einen im Frack, die anderen in schmucken Uniformen, alle mit ernsten Blicken. Auch sie sprachen nun von Freiheit und Democracy und begrüßten den nun von allen Zeitungen und Nachrichten verkündeten, endgültigen Frieden im Land und segneten diejenigen, die das alles erst möglich machten. Nur die Glocken läuteten nicht mehr, denn sie wurden für andere Zwecke gebraucht.


Frühling wurd’s in deutschem Land.

Und nun begann auch der Frühling im restlichen Europa. Die hatten noch Glocken.

Donnerstag, 8. Mai 2008

Spiegel-Frauen: Sie sind das Letzte! Gehen Sie Putzen!

Wenn Julia Jüttner, Nadia-Maria Chaar und Antje Blinda glauben, sie müssen sich journalistisch betätigen, dann empfehle ich folgendes:
Suchen Sie sich einen Mann der sie heiratet und ihnen die Mitwohnerschaft in einem Haus oder in einer Wohnung finanziert. Ihr Bewegungsraum sollte zwischen Schlafzimmer und Küche sein, damit Sie rasch gefunden werden, falls Sie einmal abgängig sein sollten.
Denn, Journalistinnen sind Sie keine und sie werden es auch niemals sein.

Der Spiegel, die Inkarnation besten Journalismus, der Retter der journalistischen Ehre. so ähnlich hatte ich ihn noch vor 40 Jahren in Erinnerung. Das mahnende, linksliberale Gewissen der Nation. Das große Gegengewicht zu journalistischen Bösewichten wie der Bildzeitung, oder kleinkarierten Großformaten wie der FAZ.

Aber wie stellt sich das heute dar? Der Spiegel ist inzwischen das Letzte, was ich mir je kaufen würde. Hätte ich nicht die Online-Ausgabe, er ginge mir völlig am Arsch vorbei.

Von den zynischen Beiträgen von Henryk M. Broder abgesehen, dessen einzige Aufgabe darin besteht, den Rest der Welt in Geiselhaft zu nehmen, wenn jemand auch nur einen Mucks von sich gibt, die Israelische Regierung für die Einrichtung der Gettos nach nationalsozialistischem Muster kritisieren zu wollen. Seine Antisemitismuskeule kommt, noch bevor man den Satz zu Ende gesprochen hat.

Aber was geschah so in letzter Zeit? Ach ja, Österreich. Da ja Österreich bekanntermaßen nicht muslimisch ist, wird in Ausgabe 19/2008 der Himmel nicht schwarz eingefärbt, sondern darf blau bleiben. In jedem Verfahren in Deutschland, welches noch nicht abgeschlossen ist und wo die Bild-Zeitung den vollen Namen des möglichen Täters oder der Täterin nennt, ist es der Spiegel, der dann über die Bildzeitung schimpft. Aber was macht der Spiegel? Konsequent wird der mögliche Täter bei vollem Namen genannt, für den trotz überwältigender Schuldbeweise trotzdem noch die Unschuldsvermutung gilt. Das gilt natürlich auch für die Opfer. Jedes der Kinder - egal wie alt - aber auch die Ehefrau wird mit vollem Namen genannt. Darum wollen auch wir hier die sogenannte „Journalistin“ beim vollen Namen nennen, die eifrig dort wühlt, wo man nichts findet und dort trotzdem etwas findet, wo nichts gefunden werden kann. Und wenn man nichts findet, dann erfindet man halt etwas:

Julia Jüttner, Nadia-Maria Chaar und Antje Blinda, das sind die Namen, die man, wenn man noch etwas journalistischen Anstand erwartet, am besten gleich vergessen sollte. Deutlich besser ist jedoch Marion Kraske, die offenbar zugunsten der zuvor Genannten abgezogen wurde, da sie offenbar nicht bereit war, sich auf die Ebene von schlimmster Schmuddelschreiberei zu begeben.

Trotzdem möchte ich hier das Spiegel-Amstetten-Inzest-Panoptikum von weniger als einer Woche (!) darlegen, einen Tag bevor die gedruckte Ausgabe mit dem Titel:
Das Böse nebenan
Wenn Menschen unmenschlich werden: Das monströse Doppelleben des Josef Fritzl
Hier nun die Online-Artikel der vergangenen 5 Tage, chronologisch absteigend, in den letzten 20 Artikeln wurden die Namen voll ausgeschrieben:

FRITZLS GESTÄNDNIS: "Ich hatte die Tat jahrelang geplant"

JOSEF FRITZL: "Ich wusste, dass es nicht richtig ist"

GEFÄNGNIS ST. PÖLTEN: Josef Fritzl verzichtet auf Hofgang

SCHWÄGERIN DES INZEST-TÄTERS:"Er hat die Kinder gedrillt"

AMSTETTENER INZESTFALL: Verteidiger will Haftstrafe für Fritzl verhindern

Fritzl vergewaltigte seine Tochter vor den Augen ihrer Kinder

Hetzjagd auf die Opfer des Josef Fritzl

BELEGT: Sextäter Fritzl fiel Behörden bereits vor Jahrzehnten auf

INZEST-OPFER ELISABETH FRITZL: "Das ist Gehirnwäsche - Widerstand ist da undenkbar"

FRITZL UND DIE FOLGEN: Sexualdelikte sollen später verjähren

JOSEF FRITZL UND SEIN VERTEIDIGER: "Es gibt für jedes Täterverhalten eine Erklärung"

FALL JOSEF FRITZL: Der mysteriöse zweite Mann

INZEST IN AMSTETTEN: "Drüber geredet hat man halt nicht"

INZEST-TÄTER FRITZL: Der dünne Lack der Zivilisation

FALL JOSEF FRITZL: "Ich hab' es eigentlich gut gemeint"

FALL AMSTETTEN: Opfervertreter fordern unbegrenzte Speicherung von Sexualstraftaten

JOSEF FRITZL: "Solche Menschen leben in einem eigenen Universum"

ÖSTERREICHS IMAGE: "Jack the Ripper hat Großbritannien auch nicht geschadet"

DRAMA VON AMSTETTEN: Polizei untersucht Bunkersystem von Josef Fritzl - Familie findet zurück ins Leben

AMSTETTEN-PARALLELE: Französin erlitt ähnliches Schicksal wie Elisabeth Fritzl

JOSEF FRITZL: Polizei überprüft Verbindung zu Sexualmord

DIE GESICHTER DES JOSEF FRITZL: Der Feierabend-Tyrann

DRAMA VON AMSTETTEN: Kinder von Josef F. erleben Freiheit als Schock


Bis hierher wurde der Name immer abgekürzt. (Josef F., Elisabeth F.)


FALL AMSTETTEN: Ermittler suchen nach möglichen Komplizen von Josef Fritzl

FALL AMSTETTEN: Wie Kerker-Opfer innerlich sterben

JOSEF F. IM GEFÄNGNIS:"Ernst, betroffen, emotional gebrochen"

FALL JOSEF F.: Zeitungen berichten von Vorstrafe wegen Sexualdelikt

FALL AMSTETTEN:Inzest-Opfern droht Dauerbelagerung

INZEST IN AMSTETTEN: Josef F. - Sklavenhalter im Kleinbürgeridyll

INZEST-VERBRECHER JOSEF F.:"Er hat alle getäuscht"

INZEST-FALL AMSTETTEN: Josef F. legt volles Geständnis ab

INZEST-FALL AMSTETTEN: Josef F. bricht sein Schweigen

INZESTFALL IN ÖSTERREICH:Verschollen im väterlichen Verlies (namentlich von Marion Kraske, die NICHT die Opfer und den Täter mit vollem Namen nennt! Aber das war möglicherweise auch ihr letzter Beitrag für das Schmuddelblatt!)

INZESTFALL AMSTETTEN: "Das waren immer so nette Leut!'"

INZESTTRAGÖDIE IN ÖSTERREICH:Das Martyrium der Elisabeth F.24

JAHRE IM KELLERVERLIES:"Sucht mich nicht, es wäre zwecklos"

Dass zur selben Zeit ein ähnliches Drama in Frankreich stattfand, das war Spiegel-Online gerade mal einen Artikel wert, aber auch diesen nur im Zusammenhang mit den Ereignissen von Amstetten. Offenbar ist die französische Justiz hier klarer darin, was Opfer- und Täterdarstellung betrifft.

Auch eine Schande für Österreich und ihrer Justizministerin, aber auch dem Innenminister. Sie haben es verabsäumt, ein Betretungsverbot für ganz Amstetten zu erlassen. Das wäre man erstens den Opfern schuldig gewesen, aber auch den Leuten, die in Amstetten leben und mit der Sache überhaupt nichts zu tun haben. Und nun als perverse Mittäter dargestellt werden.

Dienstag, 6. Mai 2008

Was uns nie gezeigt wurde

und worüber praktisch ALLE Medien geschwiegen haben!

Wer ein Referendum über die die Europäische Verfassung verlangt ist ein Nazi
(Martin Schulz, Fraktionsvorsitzender der Sozialdemokraten im Europäischen Parlament)



Danke, wenn das so ist, dann sind bereits mehr als 50% aller Europäer Nazis. Und, wie Daniel Cohn-Bendit sagte: Wer für ein Referendum im Europäischen Parlament votiert, der ist ein Idiot.

Wie war das ehemals, als Grüne noch anders waren? Heute sind sie die Steigbügelhalter für die geworden, welche die Demokratie in Europa abschaffen wollen. Und sie scheinen sich noch gut dabei zu fühlen!

Wann werden - nach Joschka Fischer - auch andere Grüne zu Bilderberg-Konferenzen eingeladen?